Nicht nur Studentin – sondern Expertin für ihr Thema | Vector
14.10.2026

Nicht nur Studentin – sondern Expertin für ihr Thema

Tabea hat ihre Masterarbeit bei Vector abgeschlossen. Im Interview erzählt sie, wie sie psychologische Perspektiven in einen technischen Entwicklungsprozess eingebracht hat, warum ihre Erkenntnisse für unterschiedliche Fachbereiche relevant waren und was sie über Eigenverantwortung, Mentoring und den Mut zum Ausprobieren gelernt hat.

Hallo Tabea, stell dich doch bitte kurz vor und gib uns einen Einblick in deine Masterarbeit bei Vector.

Ich bin Tabea und habe meine Masterarbeit bei Vector in Chemnitz geschrieben. Mein Team gehört zur Produktlinie Software Platform und beschäftigt sich mit Safety-Themen. In meiner Arbeit ging es um Human Factors – also darum, wie Menschen und Technik zusammenwirken. Konkret habe ich untersucht, warum Entwickler:innen den Testing-Prozess beim Coding nicht immer so durchführen, wie er eigentlich vorgesehen ist, und was ihnen dabei wirklich hilft.

Wie hast du dabei Theorie und Praxis miteinander verbunden?

Im Studium habe ich Human Factors vor allem an Beispielen wie Autos oder autonomem Fahren kennengelernt. Bei Vector konnte ich die Theorie direkt auf einen realen Entwicklungsprozess übertragen. Ich habe Fragebögen erstellt, Interviews mit Entwickler:innen geführt und echte Daten ausgewertet. Gerade dieser neue Anwendungsbereich war für mich besonders spannend.

Welche Entscheidungen konntest du in deinem Projekt selbst treffen?

Sehr viele: Ich habe selbst festgelegt, welchen Teil der Problemstellung ich genauer untersuche, welche Methode ich dafür nutze und wie ich mein Projekt gliedere. Auch bei der Auswertung habe ich entschieden, welche Ergebnisse besonders relevant sind. Mein Mentor war dabei ein wichtiger Sparringspartner, aber er hat mir nicht jeden Schritt vorgegeben.

Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: Meine Arbeit macht einen Unterschied?

Als ich mit vielen Menschen über den Prozess gesprochen habe. Process Owner, Entwickler:innen und Kolleg:innen aus dem Safety-Umfeld betrachten dasselbe Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Jede neue Erkenntnis half dabei, den Prozess aus einer weiteren Perspektive zu verstehen. Dass alle gespannt auf die Ergebnisse waren, hat mich angespornt und mir gezeigt, dass meine Arbeit wirklich etwas beitragen kann.

Was war zu Beginn die größte Herausforderung?

Ich musste erst einmal die technischen und softwarespezifischen Prozesse verstehen, obwohl ich sie nicht selbst anwende. Die Herausforderung war, alle wichtigen Informationen zu bekommen und herauszufiltern, was für meine Fragestellung wirklich relevant ist. Gleichzeitig konnte ich mich nicht auf jeden Termin so perfekt vorbereiten, wie ich es von Präsentationen an der Uni gewohnt war. Ich habe gelernt: Man muss nicht alles schon wissen – man darf anfangen, nachfragen und den nächsten Schritt gehen.

Wie hat dich dein Mentor dabei unterstützt?

Unser Austausch war sehr persönlich, auf Augenhöhe und verständnisvoll. Mein Mentor hat mir passende Ansprechpartner:innen vermittelt, mit mir nach Ursachen gesucht und die Richtung meiner Arbeit diskutiert. Besonders hilfreich war, dass er mir Sicherheit gegeben hat, ohne mir die Lösung abzunehmen. So konnte ich meinen eigenen Weg entwickeln.

Was hast du bei Vector über deine eigene Arbeitsweise gelernt?

Vor allem, dass Perfektionismus nicht immer weiterhilft. An der Uni wird häufig ein möglichst perfektes Ergebnis belohnt. Im Arbeitsalltag habe ich gelernt: Lieber ins Tun kommen, als auf die perfekte Lösung zu warten. Ich habe heute weniger Angst davor, auch einmal etwas falsch zu machen, solange ich mein Vorgehen reflektiere und es beim nächsten Mal besser mache. Das nehme ich für meinen weiteren Weg mit.

Was wirst du aus dieser Zeit für deinen weiteren Weg mitnehmen?

Ich merke, dass ich mich gut in neue Themen einarbeiten, komplexe Zusammenhänge verstehen und Hindernisse früh erkennen kann. Besonders spannend finde ich die Frage, wie Prozesse besser auf ihre Nutzer:innen ausgerichtet und verständlicher gemacht werden können. Dabei sehe ich mich als Brücke zwischen Teams, Mitarbeitenden und Fachbereichen – mir macht es Spaß, Menschen und ihre unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen.

Wie hat Vector dir den Arbeitsalltag während der Masterarbeit erleichtert?

Durch viel Flexibilität und Vertrauen. Ich konnte meine Arbeit passend zu meinem Studium organisieren und bei wichtigen Hochschulterminen unkompliziert Bescheid geben. Gleichzeitig hatte ich feste Austauschpunkte mit meinem Mentor, meinem Team und anderen Studierenden. So hatte ich Freiraum, ohne dass der Kontakt zum Team verloren ging.

Was sollten andere Studierende wissen, bevor sie bei Vector starten?

Startet einfach und traut euch, Fragen zu stellen. Ihr seid vom ersten Tag an Teil des Unternehmens, könnt die Möglichkeiten nutzen und euch mit euren Ideen einbringen. Wichtig sind Offenheit, Menschlichkeit und Lust, sich intensiv in ein Thema einzugraben. Ich habe erlebt, dass sich Menschen vom Trainee bis zum Senior Zeit für meine Studie genommen haben – und dass meine Perspektive gehört wurde.

Du möchtest dich ebenfalls einbringen?

Ob Praktikum, Werkstudierendentätigkeit oder Abschlussarbeit: Bei Vector kannst du Verantwortung übernehmen und deine Ideen einbringen. Entdecke jetzt die Einstiegsmöglichkeiten für Studierende.

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Was bedeutet Fair Company für studentische Tätigkeiten bei Vector?

Vector verpflichtet sich als Mitglied der Initiative Fair Company zu fairen Rahmenbedingungen für Studierende, Berufseinsteiger:innen und Young Professionals. Praktika, Werkstudierendentätigkeiten und Abschlussarbeiten sollen Orientierung geben, fachliche Entwicklung ermöglichen und die Chance bieten, an relevanten Aufgaben mitzuwirken.

Hintergründe zu Fair Company